Spenglersan-Therapie

 

Die von Spengler eingeführten Spenglersan Kolloide sind Arzneimittel, die in der Alternativmedizin sowohl therapeutisch wie auch diagnostisch eingesetzt werden. Sie werden aus Antigenen und Antitoxinen verschiedener Bakterienstämme hergestellt, die homöopathisch auf D9 oder D13 potenziert wurden. Der Anwendung liegt die Vorstellung zugrunde, dass das Immunsystem gestärkt und die Selbstheilungskräfte gefördert werden. 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren therapeutische Anwendungen von Mitteln mit Bakterienbestandteilen zur Behandlung von Krebs und anderen Erkrankungen üblich, und es entstanden mehrere Anwendungsrichtungen. Spengler, ein Mitarbeiter von Robert Koch, entwickelte im Laufe seiner Forschungsarbeiten über neue Behandlungsmöglichkeiten der Tuberkulose zunächst ein Mittel, das später Spenglersan Kolloid T (T=Tuberkulose) genannt wurde.

Heute werden die Präparate als Fertigarzneimittel (z.B. Spenglersan® Kolloide A, G und K) vom pharmazeutischen Unternehmen Meckel-Spenglersan GmbH in Bühl hergestellt. Die Verabreichung erfolgt percutan mittels Einreiben auf der Haut.

Der Spenglersan Blut-Test (auch Schwarz-Test bzw. Kolloid-Test nach Wolters) ist die Analyse eines Gerinnungsbildes, das nach Vermischen einer geringen Menge Blut eines mit Patienten und verschiedenen Spenglersan Kolloiden entsteht. Es wird auf Verklumpungen geachtet, die aus alternativmedizinischer Sicht auf das Vorhandensein von Patientenantikörpern gegen bestimmte Bakterien zurückzuführen seien.

 

Quelle:

Wikipedia